Beschreibung
Kudzu, auch bekannt als Oporica oder Pflasterblei (lateinisch: Pueraria lobata), ist eine Pflanze, deren medizinische Eigenschaften und wohltuende Wirkungen im Fernen Osten schon lange geschätzt werden. In China und Japan wird Kudzu in Form von wässrigen Aufgüssen der pulverisierten Wurzel und alkoholischen Trockenextrakten zur Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten wie Diabetes, Grippe, Fieber, Übelkeit, Migräne, Allergien und Infektionen der oberen Atemwege eingesetzt. Darüber hinaus kann die Kudzuwurzel helfen, erhöhten Blutdruck zu senken und Magen-Darm-Beschwerden zu lindern. Kürzlich wurde entdeckt, dass die Kudzuwurzel auch bei der Bekämpfung der Alkoholsucht helfen kann.
Studien über Kudzuwurzel und Alkoholismus haben gezeigt, dass der Extrakt aus dieser Wurzel die Fähigkeit hat, die Menge des konsumierten Ethanols zu reduzieren. Dieses Phänomen lässt sich auf das Vorhandensein von Flavonoidverbindungen wie Daidzin, Daidzein und Puerarin zurückführen. So zeigte eine Studie an alkoholabhängigen Ratten, dass die Verabreichung eines Extrakts aus der Kudzu-Wurzel in einer Dosis von 500 mg/kg Körpergewicht über einen Zeitraum von 21 Tagen die Ethanolaufnahme bei einer 10%igen Alkohollösung um 82% reduzierte¹.
Die Theorie der antialkoholischen Eigenschaften der Kudzuwurzel wurde in Studien am Menschen bestätigt. In einem Experiment mit 14 Freiwilligen aus einer Gruppe von ’schweren Trinkern‘ (Alkoholabhängigen), die einen speziellen Kudzu-Extrakt (500 mg Kapseln) einnahmen, wurde festgestellt, dass die Menge des getrunkenen Alkohols (in diesem Fall Bier) nach einer 7-tägigen Einnahme dieses Präparats um etwa 40% reduziert wurde.
Es gibt mehrere Theorien, die versuchen, die antialkoholische Wirkung von Kudzu zu erklären, einschließlich seiner Fähigkeit, die Umwandlung von Ethanolalkohol im Acetaldehydstadium zu stoppen. Die letztgenannte Verbindung, die für ihre hohe Toxizität bekannt ist, ist für die Symptome einer Alkoholvergiftung verantwortlich und gemeinhin als Kater bekannt.
Es gibt jedoch eine andere Theorie. Alkohol regt, wie andere Stimulanzien auch, die Ausschüttung von ‚Glückshormonen‘ wie Dopamin und Serotonin im Gehirn an. Die Verbindungen in Kudzu, insbesondere Genistein, haben eine ähnliche Wirkung und erzeugen ähnliche Gefühle wie nach dem Alkoholkonsum. Infolgedessen verspürt die Person nicht das Bedürfnis, nach dem eigentlichen Stimulans zu greifen.
Dieser Mechanismus legt nahe, dass Kudzuwurzelextrakte nicht nur im Kampf gegen die Alkoholsucht, sondern auch gegen die Drogen- und Nikotinsucht eingesetzt werden können. Außerdem kann ein solches Präparat die Kater-Symptome lindern.
Die Kudzu-Wurzel hat gezeigt, dass sie die Entwicklung von Prostatakrebs verhindern kann. Dank ihres Genisteingehalts, der sich an die Androgenrezeptoren bindet, hemmt die Wurzel die Aktivität männlicher Hormone wie Testosteron und Dihydrotestosteron, wodurch die stimulierende Wirkung der Androgene auf die Entwicklung von Prostatakrebs deutlich verringert wird. In Gegenwart von Genistein wird ein deutlicher Rückgang der PSA-Werte (Prostata-spezifisches Antigen – ein Tumormarker im Blut der Patienten) beobachtet, und zwar um 50-80 Prozent.
Darüber hinaus kann die Kudzuwurzel der Entwicklung anderer Krebsarten entgegenwirken, indem sie den Prozess der Angiogenese hemmt, d.h. die Bildung neuer Blutgefäße, die Krebszellen mit den für ihr Wachstum notwendigen Bestandteilen versorgen. Genistein und andere Isoflavonoide in der Kudzuwurzel helfen, freie Radikale aus dem Körper zu entfernen, was vor oxidativem Stress schützt, der bekanntermaßen zur Krebsentstehung beiträgt. Darüber hinaus hemmt Kudzu nachweislich das Wachstum von krebserregenden Viren.
Das in der Kudzu-Wurzel enthaltene Genistein hat nicht nur das Potenzial, der Entstehung von Krebs entgegenzuwirken, sondern auch die Fähigkeit, Wechseljahrsbeschwerden zu lindern. Diese Verbindung wirkt ähnlich wie Östrogen, ein Hormon, dessen Spiegel in den Wechseljahren bei Frauen sinkt. Die Kudzuwurzel ist eine wirksame Unterstützung bei der Bekämpfung von Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen, Verlust von Knochenmasse und Schwindelgefühl. Außerdem kann sie dazu beitragen, das Risiko einer Herzerkrankung zu verringern, dem Frauen in den Wechseljahren ausgesetzt sind.
Kudzuwurzel ist NICHT geeignet für:
- Schwangere und stillende Frauen (es liegen keine Daten über die Sicherheit der Anwendung in diesen Fällen vor).
- Menschen, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen (Kudzu kann die Wirkung dieser Medikamente verstärken).
- Menschen, die an hormonabhängigen Krankheiten (aufgrund östrogenähnlicher Wirkungen) leiden, wie z.B. Endometriose, Brustkrebs oder Eierstockkrebs.
Zusammenfassung
Kudzu ist eine faszinierende Pflanze, deren Fähigkeit, die Behandlung von Sucht zu unterstützen, und ihr Potenzial zur Vorbeugung verschiedener Krebsarten bemerkenswert sind. Kudzu-Präparate können auch zu präventiven Zwecken nützlich sein. Denken Sie jedoch daran, dass die Verwendung von Kudzu die Einhaltung der Gebrauchsanweisung und die Berücksichtigung von Kontraindikationen erfordert. Beim Umgang mit Wirkstoffen ist es immer ratsam, den gesunden Menschenverstand walten zu lassen und im Zweifelsfall einen Arzt oder Phytotherapeuten zu konsultieren.
im Kühlschrank bei 4-8C aufbewahren
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